Ben Platt – River

Veröffentlicht: 1. Oktober 2019 in Lifestyle
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Climate Change – Ein paar Zahlen dazu.

Veröffentlicht: 21. September 2019 in Risiko, Sichtweisen
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CLIMATE CHANGE – Eine grobe Schätzung zu notwendigen Investitionen und möglichen Schäden
Ein interessantes Zitat aus der Zeitschrift „Scientific American“ (3) zu Beginn: „Investments costing between $2 trillion (dt. Billionen, 1) and $4.5 trillion A YEAR could prevent a 2-degree temperature increase and avoid $500 trillion in DAMAGES (2) by 2200, the paper says.“ (3) Bei einem BIP (4) Deutschlands von $4 trillion (€4 Billionen, http://www.wolframalpha.com, Anfrage: gdp Germany, geschätzt 2018) von $ 86 trillion global, bedeutete dies $ 93 billion (Milliarden) Investment pro Jahr (2), nicht 10 Milliarden, wie von der Bundesregierung vorgesehen. Soweit wissenschaftliche Schätzungen. Die Kunst besteht darin, die sozialen Folgen dieser Investments einzubeziehen. Es wäre eine Illusion, zu glauben, dass man das gesamte, hochvolatile System und dessen Verhalten auch nur annähernd abschätzen könne. Es bleibt nichts anderes, als Ansätze, wie den der Bundesregierung, als Prototypen 1.0, wie eine Sonde, zu betrachten, die uns aktuelle Informationen über den richtigen oder falschen Weg gibt. Ohne eine überzeugende, allerdings kurzfristig erfahrbare, als fair empfundene Vision, geht nichts. Das könnte ein Problem sein, angesichts der eingeschränkten Fähigkeit unserer Spitzenpolitiker, Menschen zu begeistern. Unverzichtbar ist ebenfalls ein transparentes, von allen verstehbares Controlling, die Fähigkeit schnell zu reagieren (schlanke Entscheidungsprozesse – nicht Bürokratie-typisch) und erforderliche Ressourcen (Geld, Know-How, etc.) kurzfristig verfügbar zu halten. Seien wir optimistisch. Vielleicht nur, weil Elon Musk mit seinem Projekt „Occupy Mars“ eine Alternative aufzeigt.
1) Ungefähr die Kosten der Vereinigung DDR/ BRD, allerdings
pro Jahr, global
2) 2018: $ 86 trillion global gross domestic product (www.wolframalpha.com); Schäden durch Klimaveränderungen das 6fache des globalen Bruttoinlandsproduktes- Stand 2018.

No. 03 Milde Psychopathen

Veröffentlicht: 20. September 2019 in Podcast
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Wäre es nicht ein verdammt gutes Gefühl, Erfolg zu haben in Situationen, in denen die Nerven anderer versagen? Was können wir von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen.

Im Magazin DER SPIEGEL [1] gab es eine kurze, lesenswerte Rezension eines neuen Buches des Psychologen Kevin Dutton vom Magdalen College, Oxford University, mit dem Titel „Psychopathen. Was man von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen kann“ [2]. Duttons Buch hat mit einer eher vernachlässigten Gruppe von Psychopathen zu tun. Mit ‚milden‘ (im Vergleich zu Serienmördern), beruflich erfolgreichen oder funktionellen Psychopathen. Der Titel unseres Podcasts ist also kein Verschreiber. Es geht wirklich um ´milde Psychopathen´ und nicht um ´wilde Psychopathen´. Zu Letzteren gehört unter anderem der fiktive Hauptdarsteller Hannibal Lecter aus Thomas Harris´ Roman „Schweigen der Lämmer“.  Zu den milden Psychopathen gehören meist Persönlichkeiten, die sich in einem sehr wechselhaften und herausfordernden Umfeld erfolgreich behauptet, in dem gewöhnlichen Zeitgenossen zumeist die Nerven versagen. Manager, die einige Milliarden versenken, unverdrossen nach Hause gehen und nicht mehr daran denken. Ein normaler Mensch würde sich danach eher auf einer Toilette einschließen und sich übergeben. Überraschend ist, dass im Ranking ´milder Psychopathen des Psychologen Scott Lilienfelds von der Emory University, Atlanta  [3] John F. Kennedy und Bill Clinton vordere Plätze einnehmen. Dazu später mehr.

Wenn wir nicht schon Psychopathen sind, könnten wir es schnell werden. Ein kleines Experiment: Dutton hat das gemacht, was in der Medizin und Psychologie eine lange Tradition hat – Selbstversuche. Ob Werner Forßmann, der sich in 1929 den ersten Katheder in die rechte Herzkammer schob oder Sigmund Freud, der sich unter dem Einfluss von Kokain analysierte. Dutton ließ seinen Kopf fixieren und einem elektromagnetischen Feld aussetzen. Er verspürte nach kurzer Zeit „die ersten Anzeichen einer subjektiven moralischen Arroganz“ [1, S.111]. Während der Betrachtung eines Videos mit grausamen Inhalten schlug sein Herz ruhig. Dutton dazu: „Um ehrlich zu sein, [fiel] es mir schwer, ein Lächeln zu unterdrücken.“ [1, S.111].

Psychopathen können Menschen misshandeln wie „normale“ Menschen eine Weihnachtsgans tranchieren, sagt der emeritierte kanadische Psychologieprofessor Robert Hare. Hare hat um 1980 einen Test entwickelt, mit dem sich kriminelle Psychopathen, die aufgrund ihrer Taten inhaftiert wurden, identifizieren lassen [4].  Forscher vermuten, dass diese einen kleinen Teil aller Psychopathen ausmachen. Anders als ihre schwerkriminellen Pendants zerstückeln ´milde Psychopathen´ niemanden, sondern machen besonders erfolgreich Karriere. Wobei nicht alle, die erfolgreich Karriere machen, Psychopathen sind. Zum Glück. Mit ihnen gemeinsam haben sie allerdings eine weitgehende oder vielleicht völlige Furchtlosigkeit und Gefühlskälte. Diese ´erfolgreichen Psychopathen´ treten äußerst selbstbewusst auf, mit meist geringem Selbstzweifel. Diese Einstellung verspricht eigentlich ein eher sonniges Leben mit großem Wohlbefinden. Umgeben von Bewunderern und Neidern. Bewunderer, die ihrem Charme erliegen.  Hare sprich von einem Charme ähnlich dem George Clooneys. Gewöhnlich wird Psychopathen ein Mangel an Empathie attestiert. Wie können sie dann andere manipulieren? Dutton vermutet, dass sie im Gesicht ihrer Gesprächspartner winzige, nicht bewusst zu steuernde Bewegungen der Gesichtsmuskeln – Mikroausdrücke – wahrnehmen, welche die wahre Verfassung der Gesprächspartner offenbaren und die es dem Psychopathen erlauben, sie zu seinem eigenen Vorteil zu instrumentalisieren.  [Offenkundig besitzen die „milden/ erfolgreichen“ Psychopathen] Fähigkeiten, die sie sowohl von ihren kriminellen Artgenossen als auch vom Rest der Bevölkerung unter-scheiden. Zwar sei für sie, wie für alle Psychopathen, die Belohnung oder ein Kick die wesentliche Triebfeder des Handels. Doch zugleich, so Dutton, können sie weit besser als andere Menschen ihre Aufmerksamkeit messerscharf auf eine vor ihnen liegende Aufgabe richten und „und alles gnadenlos herausfiltern. [1, S.113]“.

Hares Checkliste für Psychopathen[4]: Haben Sie vielleicht einen Kollegen oder einen Chef, der

  • Menschen nur danach einschätzt, was sie für ihn tun können?
  • anderen erfolgreich die Schuld für die eigenen Fehler in die Schuhe schiebt?
  • die Beförderung bekommt, die andere verdienen?
  • so kalt und ohne jedes Gefühl handelt, dass Ihnen angst wird?

Dann könnten Sie es mit einem Psychopathen zu tun haben. Sie werden sagen, so viele wird es schon nicht geben. Nach Babiaks und Hares Schätzung ca. 1 %. Ein Freund arbeitet zur Zeit in einem Unternehmen mit 120.000 Mitarbeitern. 1.200 Psychopathen könnten ihm während seiner Karriere im Wege stehen. Nicht wenig.

Welche Berufsgruppen bieten Psychopathen ein besonders geeignetes Biotop? Dutton startete für sein Buch eine breit angelegte Untersuchung, um herauszufinden, in welchen Berufsgruppen Psychopathen überwiegend Fuß fassen. Die vorderen Plätze belegen Firmenchefs und Anwälte. Chirurgen landen auf Platz vier. Geistliche auf Platz acht. Psychopathen entfalten sich vor allem dort, wo es dynamische Machtstrukturen gibt, die sie kontrollieren und manipulieren können. Das gilt natürlich auch für Kirchen. Ich vermute, dass der Vatikan für sie eine besonders attraktive Location ist. Vielleicht ziehen im Augenblick besonders exponierte Namen der Finanzmarktkrise an Ihnen vorbei. Namen wie der des Börsenmaklers Bernard Madoff oder des letzten Chefs von Lehman Brothers, Richard Fuld. Drei bis vier Prozent der erfolgreichen Führungskräfte gehören ebenso dazu sagt ein SPIEGEL- Videoclip [5].

Psychopathic Personality Inventory – eine Persönlichkeitsbegutachtung der milden Psychopathen. Der Psychologe Scott Lilienfeld bat 121 Experten sich eingehend mit einigen mächtigen Männern im Rahmen eines umfangreichen Fragebogens  zu befassen. Lilienfelds Test ist zugeschnitten auf Psychopathen, die keine Verbrechen begangen haben. Auf vorderen Plätzen landeten zwei Präsidenten, die für ihre Wähler das bessere Amerika verkörpern: Bill Clinton und John F. Kennedy. Beide teilten einen promisku-itiven Lebensstil und verfügten über ein scheinbar unerschöpfliches Charisma. Kennedy, ein gesundheitlich schwer angeschlagener Mensch, verkörperte für die Bevölkerung das Bild eines kraftstrotzenden Tatmenschen, der in der Kuba-Krise die Nerven behielt und möglicherweise einen dritten Weltkrieg verhinderte. Sehen Sie sich die Top-8 aus Lilienfelds Ranking an und lassen sich dabei ein Zitat des Sektenführers Bhagwan auf der Zunge zergehen, der seinen Jüngern Bescheidenheit predigte und für sich selbst anstrebte, für jeden Tag des Jahres einen anderen Rolls-Royce zu besitzen. Bhagwan: „Fünf Prozent der Menschen sind intelligent, die restlichen 95 Prozent sind unsere Anhänger.“

Topp-Ranking funktioneller Psychopathen nach Lilienfeld:

  1. Präsident Bill Clinton, 1998
  2. Präsident John F. Kennedy
  3. Ex-Elitesoldat Andy McNab, 2005
  4. Terrorist Andreas Baader, 1963
  5. Boxer Sugar Ray Leonard
  6. Guru Bhagwan, 1985
  7. Apple-Gründer Steve Jobs, 2002
  8. Spekulant Bernard Madoff, 2009
  9. Banker Richard Fuld, 2008

DER SPIEGEL, Frank Thadeusz, Raubtiere ohne Ketten 16/ 2013, S. 111 ff
2] Deutscher Taschenbuch Verlag, München; 2013; 320 Seiten; 14,90 Euro
3] Professor at Emory University, Department of Psychology, Neuroscience and Behavioral Biology, Atlanta GA, Academic Interests in personality disorders, psychopathic personality and criminality, anxiety disorders and psychiatric classification and diagnosis
4] Maly, Hartwig; Psychopathen im Management, Blog shapingalphapower.wordpress.com; 2010; https://shapingalphapower.wordpress.com/2010/08/08/psychopathen-im-management/
5] Video-Clip zum Spiegel-Artikel Raubtiere ohne Ketten,
 http://video.spiegel.de/flash/1265745_1024x576_H264_HQ.mp4

Aktienhändler ähneln PsychopathenWarum verspielen einzelne Trader immer wieder Milliarden? Für eine Studie hat die Universität St. Gallen Aktienhändler und Psychopathen verglichen. Selbst die Experten waren vom Ergebnis überrascht. Sie bescheinigen den Börsenprofis einen immensen Hang zur Zerstörung.

Warum verzocken Aktienhändler wie der vor zwei Wochen aufgeflogene Londoner UBS-Händler Kweku Adoboli bisweilen Milliarden? Was läuft da schief in den Banken, aber vielleicht auch bei den jungen Profis? Sie verhalten sich jedenfalls noch rücksichtsloser und manipulativer als Psychopathen – zu diesem Ergebnis kommt nach SPIEGEL-Informationen eine neue Studie der Universität St. Gallen.

Untersucht wurden Kooperationsbereitschaft und Egoismus von 28 Profi-Tradern. Die Probanden mussten Computersimulationen durchspielen und sich Intelligenztests unterziehen. Das Ergebnis übertraf laut dem Bericht des Nachrichten-Magazins die Erwartungen des Teams um Pascal Scherrer und Thomas Noll, Forensiker und Vollzugsleiter des Schweizer Gefängnisses Pöschwies nördlich von Zürich.“ Natürlich kann man die Händler nicht als geistesgestört bezeichnen“, zitierte das Blatt Noll, „aber sie verhielten sich zum Beispiel noch egoistischer und risikobereiter als eine Gruppe von Psychopathen, die den gleichen Test absolvierten.“

Quelle: Vgl. manager magazin, Studie vergleicht Händler mit Psychopathen, 23. Oktober 2011
Detailliertere Information in der Neuen Züricher Zeitung, Städeli, M., Destruktive Dynamik im Handelsraum, 23. Oktober 2011

Herzlich willkommen zu unserem zweiten Podcast by Comon BCC . Es geht heute darum, wie Du #Teamerfolg gezielt entwickeln kannst.

RÜCKBLICK GRUNDSÄTZLICHES

Ich hoffe, der erste Podcast von Robin und mir hat Dich neugierig gemacht. Unser Ziel war es, zu veranschaulichen, dass die Management-Welt keine 1+1=2-Welt ist. Management ist keine exakte Wissenschaft, auch wenn sie den Eindruck zu vermitteln versucht. Das Idealbild der Wirtschaftswissenschaften, als einem Teil der ManagementWelt, war über Jahrzehnte der HomoOeconomicus, eine Illusion. Menschen agieren in der Regel nicht als Nutzen-maximierende Egoisten.  Sie agieren häufig emotional. Eigennützig oder uneigennützig. In Massen verlieren Sie häufig ihre Individualität. Außer den klassischen HardSkillTools sind also SoftSkillTools erforderlich, um zu verstehen, wie Menschen „ticken“, wie Gruppen von Menschen agieren, im Unternehmen, im Unternehmensumfeld, beeinflusst von wirtschaftlichen- und politischen Entscheidungen. Rational und/ oder affektiv? In kontinuierlich oder sprunghaft sich änderndem Umfeld. Welche Rolle spielen neben messbaren Größen wie Kosten, Hoffnungen und Ängste bei Deinen Entscheidungen als Manager*in. Wir reden also über Psychologie, Soziologie, Entscheidungstheorie, gesunden Menschenverstand etc. Unser Konzept für unsere Podcasts ist es, viele verschiedene Ansätze vorzustellen, um die berechenbar und gefühlt beste Managemententscheidung zu ermöglichen.

Wir werden wöchentlich mit Euch eintauchen in die wunderbare Welt des Managements und spannende Themen gut verständlich und kurzweilig diskutieren. Nichts von der Stange. Kein Schmalspur-Management, sondern Gedanken, die Dich anregen sollen, Dinge so zu tun, wie Du das für richtig hältst. Mit einem tiefen (auch gefühlten) Verständnis. Mit dem Blick über den Tellerrand des Mainstream-Managements hinaus. Spielerisch Perspektiven, Methoden wechselnd. Daraus resultierend, mit zunehmender Gelassenheit. Das soll es als Intro sein.

UNSER THEMA HEUTE?

Grundlage unseres Podcasts heute sind die spannenden Untersuchungen Alex „Sandy“ Pentlands (1). Alex ist Physiker am berühmten MassachusettsInstitutOfTechnology (MIT). Er leitet den Bereich HumanDynamics. Sandy und sein Team beschäftigten sich experimentell damit, welche Schlüsselfaktoren maßgeblich für den Erfolg von Teams sind. Es ist klar, dass Einzelne in Unternehmen immer seltener maßgeblich für Erfolge verantwortlich sind, zumal, wenn es um komplexe Vorhaben geht. Seit Jahrzehnten spielen Teams deshalb eine immer wichtigere Rolle.

Pentland und sein Team waren die ersten, die seit über 50 Jahren Schlüsselfaktoren für den Teamerfolg experimentell bestimmt haben. Davor waren es qualitative, überwiegend von Psychologen und Pädagogen entwickelte Modelle ( BruceTuckman 1965 (2) , MeredithBelbin 70er Jahre, DaveFrancis, DonYoung 1989, MichaelAWest 1994, ArminPoggendorf 1994-2008 u.v.a. )

Bislang gab es nur Vermutungen darüber, warum in manchen Teams die Chemie stimmte und in anderen nicht. Pentlands Team hat nun genau messen können, wie stark der Teamerfolg von Kommunikationsmustern abhängt.

ANFÄNGE DER KOMMUNIKATION: DIE SIGNALE DER URMENSCHEN

Dass die Art der Kommunikation viel wichtiger ist als der Inhalt, klingt erstaunlich. Du kennst vielleicht die 55-38-7 Regel von AlbertMehrabian nach der Inhalte nur zu 7 % zum Erfolg von Präsentationen vor Gruppen beitragen (3). Evolutionsbiologisch ist die Zahl verständlicher. Sprache ist eine relativ junge Entwicklung, die sehr wahrscheinlich auf älteren „Signalen“ aufbaute, mit denen unsere Vorfahren Interessen, Emotionen und Dominanz vermitteln wollten. Diese Urformen beeinflussen auch heute noch maßgeblich unsere Kommunikation, die Art, wie wir entscheiden und wie wir uns mit anderen abstimmen. Versuche bitte mal ein Gespräch nur mit verschiedenen Brummlauten zu gestalten. Erstaunlich, wie Babys ihre Eltern mit wenigen Lauten sehr wirksam steuern können :-).

WENIGER KOMMUNIKATION = WENIGER ZU ESSEN?

Menschen hatten vermutlich schon Probleme, als es noch keine Sprache gab. Vielleich saßen sie (als Team) um ein Feuer herum, teilten Informationen und vermittelten ihre Zustimmung oder Ablehnung durch Gesten oder Laute. Wenn einige von ihnen nichts beisteuerten oder kein Interesse hatten, bedeutete das unter Umständen, aufgrund weniger Informationen, schlechtere Entscheidungen zu fällen und unter Umständen Hunger zu leiden. Soweit die Hypothese, die Ausgangsbehauptung, Pentlands für seine Experimente.

KLEINERE GERÄTE – GRÖßERE ERKENNTNISSE

Manager*innen habe oft Schwierigkeiten, die Dynamik von Teams zu erspüren. Pentland und sein Team am MIT haben kleine elektronische Geräte entwickelt, die soziometrische Daten, wie Blickrichtung, Tonfall, Körpersprache und Häufigkeit der Kontakte aufzeichneten und Aufschluss über typische Kommunikationsmuster geben. Diese scheinen wichtiger zu sein als Kompetenzen(4) , Persönlichkeit (5) oder Intelligenz.

DREI SCHLÜSSEL ZUM TEAMERFOLG

Die von Pentland et. al. gemessenen Kommunikationsmuster setzen sich aus drei Faktoren zusammen:

–          „Energie“ beschreibt die Intensität, mit der Teilnehmer sich in die Teamarbeit einbringen

–          „Engagement“ bezeichnet die Intensität gerichteter Kommunikation mit anderen Teammitgliedern

–          „Exploration“ bedeutet den Austausch eines Teams mit anderen

Anhand graphischer Darstellungen läßt sich der aktuelle Zustand eines Teams diagnostizieren und es lassen sich geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikationsmuster veranlassen.

FAZIT Pentland ist sicher, dass Telearbeit und multikulturelle Teams, die in der globalen Wirtschaft so wichtig sind, deutlich verbessert werden können. Wesentlich Ansätze sind:

–          Ausgewogenheit bzgl. Energie und Engagement sind im Team wichtiger als hohe Werte einzelner Teammitglieder. Teammitglieder bringen sich gleichermaßen ein.

Dabei spielen informelle Kontakte eine zentrale Rolle mit z.B. kollektiven Kaffeepausen, an denen möglichst viele direkt oder indirekt zusammenarbeitende teilnehmen. Also viele Möglichkeiten zunehmender Interaktionen, um Vertrauen aufzubauen.

–          Einen charismatischen Mittler, eine natürliche Führungspersönlichkeit, die Rahmenbedingungen schafft, um Mitarbeiter zusammen zu führen.

–          Stärkung starker direkter persönlicher Kommunikation. Reduktion technischer Kommunikation (E-Mails, Telkos, etc.)

–          Nutzung der Analyseergebnisse zu den drei Schlüsselfaktoren zur Selbstreflexion durch die Teams.

 

Quellen:

1) https://www.media.mit.edu/people/sandy/publications/ , HBM Mai 2012 https://www.harvardbusinessmanager.de/heft/d-85144723.html

2) https://books.google.de/books?id=6utHsO-fSDEC&pg=PA100&dq=bruce+tuckman+1965+FORMING&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiYlP3K957kAhXSblAKHeEQApsQ6AEIPTAC#v=onepage&q=bruce%20tuckman%201965%20FORMING&f=false

3) https://www.soft-skills.com/55-38-7-regel-nach-mehrabian/

4)s. Belbin https://www.belbin.com/about/dr-meredith-belbin/

5) NEO-Test http://www.typentest.de/limesurvey/index.php?sid=88114

 

 

Herzlich willkommen zu unserem ersten Podcast by comon.de

Wir – Robin und Hartwig – von comon.de werden wöchentlich mit Euch eintauchen in die wunderbare Welt des Managements und spannende Themen gut verständlich und kurzweilig diskutieren.

Wir vertrauen nicht darauf, allein durch klassische betriebswirtschaftliche Werkzeuge Licht in die Managementwelt zu bringen. Der Ansatz ist spätestens seit der Dotcom-Blase im März 2000 gestorben. Erhebliche Vermögenswerte der New Economy wurden damals in kurzer Zeit vernichtet. Warum eigentlich? Es gab eine Fülle an Informationen aus Wirtschaft und Politik, die dank leistungsstarker Rechner kurzfristig verfügbar waren. Es gab möglicherweise nicht genug Manager, deren Urteilskraft ausreichte, diese Informationen richtig zu deuten. Es wurden äußere Erscheinungen registriert, aber deren innere Bedeutung nicht verstanden. Es wurden bereitwillig neue Werkzeuge der Managementliteratur aufgegriffen, ohne sie kritisch zu hinterfragen. Mit dem Strom anderer Manager zu schwimmen, die nicht die Zeit hatten, oder sie sich nicht nahmen, schien einfacher.

Wir möchten durch unsere Podcasts Deine PerspektivenErweitern. Du sollst Spaß dabei haben, gegen den Strom zu schwimmen. Den methodischen Mainstream. Wir möchten, dass Du spielerischQuerdenkst, dass Du Werkzeuge aus verschiedenen Bereichen kennenlernst und kombinierst, um konkrete Anforderungen im Alltag Deines Jobs zu lösen. BWL. Klar. Organisationspsychologie, Neurologie, Lernforschung, Kommunikationsforschung, Spieltheorie, Motivationsforschung u.v.a. . Klingt erstmal ziemlich spassfrei. Wir garantieren Dir, das Gegenteil ist der Fall.

Wie kannst Du konkrete Anforderung in Deinem Job mit Hilfe unserer Podcasts angehen?
1. Wie kannst Du das Vertrauen neuer Teammitglieder gewinnen?
Mit der Technik TitForTat? Ok. Rapport und Axelrod? Schon gehört?
2. Wie kannst Du aus Deinem Team eine professionelle Hochleistungsorganisation machen?
Der MIT-Physiker SandyPentland gibt spannende Hinweise darauf.
3. Wie gewinnst Du die Wertschätzung Deiner Kollegen?
Vertrauen spielt dabei eine zentrale Rolle. Ohne Vertrauen ist fachliche Kompetenz nichts, sagt die Psychologin AmyCuddy.
4. Wie kannst Du die Zusammenarbeit mit positiven Psychopathen überleben?
Unter Top-Managern gibt es relativ viele davon. 8-14 %. Der Psychologe KevinDutton gibt uns wertvolle Hinweise dazu.
5. Wie kannst Du als Normopath zum Psychopathen werden, um den Karriereturbo zu zünden?
Kevin hilft uns auch dabei mit einem lustvollen Selbstversuch.
6. Wie kannst Du erkennen, dass Du manipuliert wirst? Wie kannst Du andere manipulieren, um Deine Vorhaben zu unterstützen? Eine Fülle von aufregenden Experimenten bietet uns einen reichhaltigen Werkzeugkasten. Von den Behaviouristen Watson und Skinner mit Reiz-Reaktionsexperimenten über Untersuchungen Milgrams zur Autoritätshörigkeit bis zum OvertonWindow, dass von Manipulatoren wie Trump, Salvini und AFD-Mitgliedern erfolgreich eingesetzt wird. Ständige Tabubrüche als Instrument der Manipulation.

Also sei gespannt. Wir freuen uns auf Dich.

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Wow!!! Nach dem DieselBetrug, steigt #VW ein in eine „New Era of Electric Driving“. Wie Phoenix aus der Asche. „In the Darkness We Found the Light.“ Demütige Katharsis und begeisterte Erkenntnis über die zukünftige Bestimmung. Dazu „Sound of Silence“ von Simon and Garfunkel. SEHR, SEHR PROFESSIONELL.
Vielleicht sollte die #SPD die gleiche Agentur engagieren. In der Hauptrolle statt des Bulli das #GodesbergProgramm

 

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Wow. Wirklich erstaunlich, die #WorkLifeBalance des neuen Chefs des britisch-niederländischen Konsumgüterherstellers #Unilever. Des Schotten #AlanJope. Herr über die Marken Knorr, Langnese, Pfanni und Domestos und einer Mitarbeiterzahl, die der Einwohnerzahl Heidelbergs entspricht – 160.000.

Einige, für den Chef eines globale Multis nicht selbstverständliche Zitate:
– „Ich definiere mich nicht über meine Arbeit. Für mich ist es wichtiger, wie es meiner Familie geht.“
– „Einen neuen Job kriegst Du immer, aber Du bekommst nicht so schnell eine neue Familie.“ ALLERDINGS AUCH
– „Ich versage nicht gern. Ich mag es nicht, beim Fussball zu verlieren, und ich möchte nicht, dass unsere Markenanteile sinken.“

Bin gespannt, wie Alan, Chef seit Januar diesen Jahres, es schaffen wird, seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen, die Umsatzrendite von 18,4 Prozent in 2018 auf 20,0 Prozent in 2019 zu steigern und seine WorkLifeBalance zu wahren. Immerhin – bei 160.000 Beschäftigten, 51 Mrd. Umsatz, einer teuren Doppelstruktur mit zwei Hauptverwaltungen in Rotterdam und London und Brexit! Allerdings, Allan ist seit Mitte der 80er Jahre im Konzern. Und erfolgreich.
Mehr über ihn im folgenden spannenden Interview (25:39)

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Bewegender Beitrag in ARTE über die Rückkehr der Schuhputzer in Palermo. Ergebnis einer Initiative, die hohen Arbeitslosenzahlen zu verringern. Inzwischen eine Erfolgsgeschichte. Ein Beruf mit langer Tradition in Sizilien. Trotzdem kontrovers diskutiert. Ist die Arbeit eines Schuhputzers zu Füßen eines Kunden eine erniedrigende Arbeit, oder, wie der Sciusciá Riva (Mitte Foto) meint, eine ehrliche und deshalb würdevolle Arbeit? Bei 600 Euro Einkommen pro Monat. Vielleicht unabhängig davon? Welche Rolle spielen Ehrlichkeit von Arbeit und Würde in unserer Arbeitswelt? Würde als Zuschreibung einer Tätigkeit, die gewürdigt wird. Oder Autonomie. Selbstbestimmtheit. Nach della Mirandola. Sein eigener Chef, seine eigene Chefin sein zu können . . . . Würdevolles Arbeiten in einem Unternehmen? Geht das? Abhängig von Führungsstilen, Führungstechniken,Management-Modellen, Planungsverfahren und Motivationstheorien? Durch Führungsfehler wurde in 2003 nach einer Untersuchung durch Prognos ein volkswirtschaftlicher Schaden von ca. 150 Milliarden Euro pro Jahr verursacht. Alle Fehler hatten mit umprofessionellem Umgang mit Würde zu tun. Zum Beispiel, Danke – nie gesagt, nie gehört.


https://www.arte.tv/de/videos/079472-006-A/re-palermos-stolze-schuhputzer/

#Vorlesung | #DesignThinking | #Triz | #BusinessConcept | #Unternehmensführung

Ein wenig rein schnuppern in die Sept./ Okt.-Vorlesungen zu Unternehmensführung. 2 x 150 UE für zwei Kurse. Kleingruppen suchen sich Themen mit hohem PainFactor aus. Z.B., Verbesserung der Landarztversorgung in Mecklenburg-Vorpommern’ oder ‚Alternative Wohnkonzepte für Studenten-WGs’ in 2017. Ziel ist es, Businesskonzepte zu erstellen, die einer Gruppe potentieller Investoren vorgestellt werden. Methode: DesignThinking. Fokus – schnelle Erstellung von Prototypen, schnelles Feedback von Kunden; Nach Definition des DesignSpace, RationalDesign (Kopflösung) und BlackHorsePrototyping (Bauchlösung). Sehr Team-orientiert. Macht allen, vor allem meinen Studenten Spaß. Triz kommt in 2018 als Kreativitätstechnik dazu.

Neu ist auch das Konzept FlippedClassroom. In den 50 UE ‚Vorlesungen‘ je Kurs geht es ausschließlich um die Diskussion offener Punkte der Kleingruppen. Mit mir als Lecturer. Zwischen den verschiedenen Gruppen. Gearbeitet werden soll in den 100 UE je Kurs außerhalb der Vorlesungen.

Nach anfänglicher Sorge in den Vorlesungen 2016/ 17, mit etwas völlig Neuem die Bachelornoten zu versauen, waren alle Teams wirklich gut drauf. Freu mich auf die beiden anstrengenden Monate und coole Businesskonzepte.