Nowitchok,to whom it concerns. Informationen über einen interessanten Kampfstoff aus der Familie der halogenierten Phosphonsäuren, der eine auslösende Rolle in der Eskalation des hybriden Krieges zwischen Russland und ‚dem Westen‘ zu spielen scheint. Hoffentlich wird die Auseinandersetzung nicht zu dem, was Spieltheoretiker ‚Chicken Game‘, Feiglingspiel, nennen.

Nach dem Chemiewaffenexperten Ralf Trapp haben Chargen Nowitschoks eine laborspezifische Signatur. (Verunreinigungen, Isotopenverteilungen). Im Grunde kann man also ihre Herkunft bestimmen, wenn man Referenzchargen des synthetisierenden Labors hätte. Da beginnt es schwierig zu werden. Wäre es ein russisches Labor, müßte die russische Regierung diese einer neutralen Behörde (Organisation zum Verbot chemischer Waffen-OPCW?) zur Verfügung stellen. Interview Trapp im Heute Journal.

Wie also kann man verhindern, dass das Spiel eskaliert und ein Täter davon abgehalten wird, Nowitschok erneut einzusetzen. Mit Transparenz durch eine neutrale Organisation, rechtsstaatlichem Vorgehen (Unschuldsvermutung) und erheblichen Konsequenzen für Täter? Klingt plausibel. Passt allerdings nicht zur Signatur eines hybriden Krieges. Dieser ist eine flexible Mischform der offen und verdeckt zur Anwendung gebrachten regulären und irregulären, symmetrischen und asymmetrischen, militärischen und nicht-militärischen Konfliktmittel mit dem Zweck, die Schwelle zwischen den völkerrechtlich angelegten binären Zuständen Krieg und Frieden zu verwischen.

Also, keine Alternative zur Eskalation des Konfliktes? Doch das Chicken Game kennt drei Lösungen (Nash-Gleichgewichte). Wird der Sieg nicht zu hoch bewertet, überleben beide Parteien ohne das Gesicht zu verlieren. Also an alle Parteien. Calm down.

Mehr Informationen über Nowitschok in spektrum.de unter ‚6. Antworten zu Nowitschok-Kampfstoffen

#Masterclass No.2 ‚Tod und Leistung‘, Wir planen einen Workshop für den April 2018. Zentrale Frage: Warum haben sich so viele Top-Führungskräfte in den vergangenen Jahren das Leben genommen? Gibt es keine Alternativen? Auch für Euch. Im Hamsterrad.
Die Liste der, auf dem Höhepunkt der Karriere ums Leben gekommenen, ist lang. Der Finanzchef der Zurich-Versicherung Pierre Wauthier – erhängt, der deutsch-schweizerische Industriellenerbe Fritz Gunter Sachs mit seinem Jagdgewehr erschossen, William Broeksmit (Deutsche Bank), Martin Senn (Zurich). Selbstmord? Freitod? Unter welchen Umständen starben sie? Gab es keine Alternative für sie? Gibt es eine Alternative für Euch? In Jobs, die immer kompetitiver werden. Höchstleistungsjobs und familiäre Tragödien? Gibt es Muster, die Du rechtzeitig erkennen und vermeiden kannst? Gibt es alternative Lebensentwürfe? Zum Beispiel aus der Guerilla Gardening Bewegung. Samenbomben irgendwo hinwerfend, damit schließlich Buntes sprießt. All Eure Wünsche, Sehnsüchte irgendwo glücklich zu sein. Das muss nicht der Ansatz der ‚Radical Faires‘ sein (Beiliegender Artikel). Aber er könnte es. Oder der Lebensentwurf des Marvel-Comic_Helden Tony Stark aus ‚Iron Man‘. Die Ähnlichkeiten zu Elon Musk sind beeindruckend.
Bevor Du an Selbstmord denkst, denk über Alternativen nach.
Was ist Deine Bucket List?

Hartwig Maly, 13.01.2018

Bitte was? LakhCrore?

Veröffentlicht: 1. November 2017 in Allgemein

Lakh Crore? Was ist das? Stell Dir vor, Du liest: Der Börsenwert des großen indischen Lieferanten‚ Tata Consultancy Services AG’, für den schweizer Pharmakonzern Hoffman-LaRoche AG betrug in 2015 ‚50 Lakh Crore‘ Rupien. Wieviel ist das in Euro?

Lakh ist nach Wikipedia das südasiatische Zahlwort für „einhunderttausend“ oder eine unbestimmte Menge, besonders von Münzen oder Geldeinheiten.

Im indischen Zahlensystem werden zunächst die drei niedrigsten Stellen und anschließend jeweils zwei Stellen gruppiert. 1 Lakh, also 100.000, wird als 1,00,000 ausgedrückt. Ok, a little confusing. Aber weiter. Eine Stadt mit acht Millionen Einwohnern wie Bangalore hat „80 lakh people“, numerisch „80,00,000 people“.

100 Lakh, zehn Millionen Einheiten entsprechend, sind 1 Crore. [Wikipedia.de – ‚Lakh‘]

Also: Der Börsenwert Tatas beträgt 50 Lakh Crore Rupien oder 50 Billionen INR (Ind. Rupien) (50*10^5 * 10^7= 5*10^13). Bei einem Wechselkurs von 1€=75,5 INR sind dies 69 Mrd. €.
Quite interesting, isn‘t it 🤓.

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Für das manufacturing of lakh elephants, die „Herstellung jeder Menge Elefanten“, wirbt die Reklame eines Ladens auf der Flussinsel Elephanta im indischen Bundesstaat Maharashtra [Wikipedia.de – ‚Lakh‘, Bildrechte David Brossard, derivative work BlueBreezeWiki]

H. Maly, 2017

Bild  —  Veröffentlicht: 5. Februar 2017 in Sichtweisen

#Diskriminierung und #Viktimisierung. Der neue #Opferautoritarismus.
Einer der intelligentesten Artikel, den ich in den vergangenen Jahrzehnten gelesen habe. Vom neuen Feuilleton-Chef der Neuen Zürcher Zeitung, #RenéScheu [1].
Scheu analysiert sehr erfrischend, dass in den westlichen Gesellschaften, in denen Unterschiede zwischen Menschen im Wesentlichen eingedampft seien, es zu einem Wettbewerb der #Meistbeleidigten, der #Dauerdiskriminierten, von #Opferdarstellern käme. Das fälschlicherweise männlich konnotierte Wort „Student“ mag ein Beispiel hierfür sein. Dem Partizip Präsens „studens“ entsprechend, bedeutet es „studierend“. Ohne geschlechtlichen Bezug. In zeitgenössisch-narzisstischen „Diskursen“ sei es eine #Mikroaggression, „ein Mini-Gewaltakt, gegenüber Frauen, weil diese durch die Sprachhandlung ausgeschaltet werden.“ „Jede Meinungsäußerung läßt sich so als Angriff auf die eigene Person deuten […]. Die eigentliche Aggression scheint mir eher ein Mangel an Souveränität und an Augenmaß zu sein. Die eigentliche Makroaggression eher Narzissmus und ein Mangel an Bildung. Schlicht Dummheit.
Etwas deftiger zum Schluss, aber deshalb nicht weniger wahr, ein Zitat von #ClintEastwood, „Er nimmt Anstoß an der versnobten Haltung all der Sich-gekränkt-Fühlenden, die bloß auf sich selbst fixiert sind. […] ‚ „Mich quält der Gedanke an all die Arschlöcher, die sich beklagen. Ich sah Leute, denen es wirklich mies ging“ ‚.

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1] René Scheu, Der neue Opferautoritarismus, NZZ, 12.08.2016

Hygienische Netzstandards

Veröffentlicht: 2. August 2016 in Dummheit, Kultur, Literatur
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Auch Euer Blog kann jederzeit im #digitalenNirwana verschwinden. Ohne Angabe von Gründen. Entsprechend einem meist von US-amerikanischen Providern gesetzten #hygienischenNetzstandard. 15 Jahre intensivster Arbeit verschwunden? Kann nicht sein? Und ob.

Am 27. Juni 2016 wurde der Blog des Punk-Autors #DennisCooper [1] unter Verweis auf eine angebliche Verletzung der Nutzungsbedingungen und ohne Angabe von Gründen von der Google-Tochter blogspot.com gelöscht. Versuche des Autors, eine Reaktivierung seines über 15 Jahre entstandenes Lebenswerkes zu erreichen bzw. genauere Gründe zu erfahren blieben erfolglos. Suzanne Nossel, die Direktorin des US-amerikanischen P.E.N., drückte in einer Presseerklärung die Besorgnis der Organisation über das Vorgehen von Google aus:

„Disabling Dennis Cooper’s blog with no explanation and no assurance that his years of work have been preserved undercuts the trust that users place in online platforms that host their work and ideas.“ [2]

Tragisch, wenn Blogs nicht regelmäßig gesichert werden. Tragisch, wenn es Euch so ginge wie Cooper [3]. Also, bitte den eher nicht prüden Teil Eures Vokabulars ausblendend? Also nicht #CharlesBukowski-like oder DennisCooper-like oder . . . .? Heidi-like ginge, vermutlich😜.

1] Wikipedia, Dennis Cooper, 2006 begann Cooper auf Blogspot mit einem Blog denniscooper-theweaklings.blogspot.com, der in der Folge als DC’s oder auch The Weaklings bekannt wurde.
2] Südeutsche Zeitung, Graff, Bernd; Wie Google das Werk eines Schriftstellers einfach zerstörte; 1. August 2016, http://www.sueddeutsche.de/digital/internet-zensur-wie-google-das-werk-eines-schriftstellers-einfach-zerstoerte-1.3103057
3] The New Yorker, Krasinski, Jennifer; July, 24, 2016; http://www.newyorker.com/culture/culture-desk/why-did-google-erase-dennis-coopers-beloved-literary-blog

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Bild  —  Veröffentlicht: 21. Juli 2016 in Be happy, Born Free, Ethik

Hartwig Maly, 2016

Bild  —  Veröffentlicht: 23. April 2016 in Ethik, High-Tech, Sichtweisen
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Coolness am absoluten Nullpunkt.

Veröffentlicht: 23. April 2016 in Lifestyle
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