Archiv für die Kategorie ‘Stil’

Sehr, sehr geil.

Veröffentlicht: 9. März 2014 in Stil
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Tugenden der Macht

Veröffentlicht: 11. März 2012 in Karriere, Stil
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In der Februar-Ausgabe des Magazins ´Cicero´ [S. 46 ] gibt es einen interessanten Artikel über die Ministerin der Präsidentschaft des Präsidenten Rajoy, also die erste Vizepräsidentin, Soraya Sáenz de Santamaria.  Wichtig ist mir eine kleine Anmerkung, die etwas später in folgendem Zitat erwähnt wird. “ . . . ist die Geschichte eines steilen Aufstiegs der jungen Frau (40 Jahre ) mit der seltenen Mischung aus Intelligenz, Sachkenntnis, Zuverlässigkeit und Loyalität. Sie wurde nach und nach unentbehrlich, der Typ effiziente Helferin, die sich [Anm. Maly – hier wird es interessant] nicht aufdrängt, aber immer da ist und als Erste die Antworten auf schnelle Nebenfragen weiß. Kein Wunder, dass Rajoy sie immer stärker in seinen Kreis integriert.“ In Zeiten immer größeren Entscheidungsdruckes ein Geschenk, einen Mitarbeiter zu haben, der vor einer Besprechung alle – auch nebensächlich erscheinende – Facetten eines Problems bedenkt und alle Fakten in einer Besprechung schnell verfügbar hat.

Es sind häufig die Nebenfragen, die wie ein Bumerang zurück kommen und sich als fatal erweisen, wenn sie unbeantwortet oder ignoriert bleiben, weil sie oft ein exponentielles Wachstum haben (s. Geschichte mit den Fröschen, in ´Moral Hazard – passt in Eurer Firma auf´, letztes Drittel des Artikels, beginnt mit Lernen Sie in exponentiellem Wachstum zu denken und zu fühlen)

Lernmaschinen?

Veröffentlicht: 23. April 2011 in Stil, Universität
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Berater, Autor von "Manieren", "Draußen nur Kännchen"

Berater, Autor von "Manieren", "Draußen nur Kännchen"

Asfa-Wossen Asserate ist der Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers und Stilexperte. Im Interview mit WELT- Online erklärt er, wie die Deutschen ticken, und warum er eine Stadt besonders mag.

Auszug: „Welt Online: Aber wenigstens die Studierenden sollten sich doch zumindest eine Prise jener akademischen Freiheit genehmigen, die wir so genossen haben.

Asserate: Aber an den Universitäten ist doch der Wettbewerb besonders krass! Durch die Reformen ist der letzte Rest an akademischer Freiheit verschwunden. Die Studenten werden durch diese Institution gepeitscht, dass ihnen Hören und Sehen vergeht. Gehen sie von den Universitäten ab, hat man sie bestenfalls zu Fachidioten ausgebildet. Was wir uns noch gegönnt haben, ein Studium Generale, ich zum Beispiel in Tübingen am Leibniz-Kolleg, das gibt es einfach nicht mehr.“

Quelle:  Welt- Online, Prinz Asfa- Wossen Asserate, Im Schützenfest offenbart sich das deutsche Wesen, 23. 04. 2011

Literatur: Integration oder die Kunst, mit der Gabel zu essen. Utz, München 2011, ISBN 978-3-8316-4044-7, Draußen nur Kännchen. Meine deutschen Fundstücke Scherz, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-502-15157-9, Manieren. Eichborn, Frankfurt am Main 2003, 388 Seiten, ISBN 3-8218-4739-5

Führung und Demut

Veröffentlicht: 31. März 2011 in Ethik, Führung, Persönlichkeiten, Stil
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Ich bin tief betroffen, wie der Tenno Akihito (jap. 天皇, tennō oder sumeragi, dt. Himmlischer Herrscher oder eingedeutscht Tenno) auch bekannt als der Mikado (帝, Göttlicher [Kaiser], Schöpfer; oder 御門, erlauchtes Tor), der Vertreter eines 2.600 Jahre alten japanischen  Herrscherhauses, den Opfern der Katastrophe Fukushimas zuhört und ihnen Mut zuspricht.

Ein wohltuender Unterschied zu den Management-Posern unserer Welt, den „Master of the Universe“  des Debut-Romans Thomas Wolfes „Fegefeuer der Eitelkeiten“ aus 1987.

Der Tenno Akihito und seine Frau Michiko beim Besuch von Opfern der Katastrophe in Fukushima

Der Tenno Akihito und seine Frau Michiko beim Besuch von Opfern der Katastrophe in Fukushima

 
 
 

Be Cool

Veröffentlicht: 18. Februar 2011 in Erfolg, Stil
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Hatten Sie schon ein Vorstellungsgespräch per Web-Konferenz ? Ok. Dass Sie und Ihr Gesprächspartner sich dann sehen und unterhalten können, versteht sich von selbst. Oder nicht?  Nicht unbedingt. Wie reagieren Sie, wenn Ihr Gesprächspartner  Sie sehen kann, aber Sie nicht ihn?  Sie sehen nur ein schwarzes Bild. Und hören seine Stimme. Wie cool würden Sie dann reagieren? Wären Sie nervös. Irgendwie kein Gespräch auf gleicher Augenhöhe. Ein Gedankenexperiment? Nein, Realität. Vielleicht die Ausnahme.

Haben Sie eigentlich an die Yacht in Ihrer Mifri-Planung gedacht?

Veröffentlicht: 17. Februar 2011 in Stil
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Paul Allens Yacht (Microsoft)

Paul Allens Yacht (Microsoft)

Sollten Sie für Ihre Internet-Start-Up Company, in der mittelfristigen Planung schon eine Yacht vorgesehen haben? Nein? Dann wird es Zeit, sich einen Überblick zu verschaffen. Zuerst scheint es wichtig, sich zu entscheiden, ob man vor deutschen oder US-amerikanischen Führungskräften reussieren möchte. Vor deutschen können Sie dies eher, wenn Sie mit einer Jolle Regatten gewinnen. Dietmar Hopp ist hierfür ein Beispiel. Sollten Sie sich für die US-amerikanisch-arabisch-russische Variante entscheiden, müssen Sie wissen, dass die Länge der Yacht ein wichtiges Merkmal ist. Sie lassen sich damit auf ein anstrengendes Spiel ein. Schon bei der Bestellung seiner 163 Meter Yacht muss Roman Abramowitsch klar gewesen sein, dass bei der norddeutschen Lürssen-Werft der Bau einer noch größeren Yacht in Auftrag gegeben worden sein muss. Lürssen hatte zu der Zeit den Auftrag eine 180 -Meter-Yacht mit dem Namen Topaz für einen arabischen Scheich zu bauen.

Das US-Magazin „Vanity Fair“  druckte eine Landkarte mit dem Titel „A Mogul’s view of the world“, auf der wichtige Punkte abgebildet waren. Neben der karibischen Insel St. Martin oder dem Skiparadies Aspen gab es nur einen deutschen Ort: die Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack. Ab 50 Millionen Euro aufwärts muss man investieren, wenn man eine Lürssen-Yacht haben möchte. Selbst ausgefallene Wünsche sind kein Problem. Der versenkbare Hubschrauber-Landeplatz. Kälteräume für Schneeballschlachten vor den Bahamas. Operationssäle. Tonstudios. „RainSky-Duschen“ der deutschen Firma Dornbracht, mit einem Duschkopf von der Größe einer Motorhaube. 18.000 Euro, inklusive programmierbarem Wasserfarbwechsel und Duschbeimischung. Jacuzzi sind nicht mehr angesagt. Die Kunden möchten Duschszenarien, bei der Tropfengröße und Tropfenfallgeschwindigkeit einstellbar sind.

Die Yacht Abramowitschs hat neun Decks. 8.000 Quadratmeter Fläche und 70 Crewmitglieder. Allein der Unterhalt dürfte 20.000 Euro pro Tag kosten. Interessant, dass neben den großen Werften, wie Lürssen, Abeking & Rasmussen oder Blohm und Voss, eine Armada von Klein- und Kleinstfirmen für das Tunen und Veredelen der Yachten verantwortlich ist.
Die alte Regel, dass ein Meter Yacht rund eine Millionen Euro kostet, ist inzwischen außer Kraft gesetzt.
s. Der Spiegel, 3/ 2011, S. 74-76

Was Sie über Kellner schon immer wissen wollten.

Veröffentlicht: 10. Februar 2011 in Stil
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Ein kleines Info-Amuse Gueule über den „Oberkellner des Jahres“ und was der Gault Millau über ihn schreibt.