Archiv für die Kategorie ‘Kriegsführung’

#Kommunikation | #Tabubrüche | #Manipulation | #OvertonFenster

Schon mal etwas vom Overton-Fenster[1] gehört? Noch nicht? Obwohl . . . wir begegnen ihm fast täglich. Im Umgang mit Menschen, die #Radikalität in #Normalität verwandeln wollen. #Trump, #Gauland, #Söder, #Seehofer u.a. .
Im Zentrum des Overton-Fensters „steht der Gedanke, dass es zu jedem gesellschaftspolitisch relevanten Thema […] Aussagen und Ansichten gibt, die die breite Mitte der Gesellschaft als akzeptabel und also diskutabel betrachtet. Diese Aussagen und Ansichten befinden sich im Overton-Fenster, damit kann Politik gemacht werden. Alle Ansichten außerhalb des Overton Fensters gelten als Provokation, als heikel, radikal oder sogar undenkbar. Wenn man sich als Politikerin oder Politiker mit seinen Aussagen und Ansichten – ganz gleich, ob auf der rechten oder der linken Seite – aus dem Overton-Fenster lehnt, sinkt insbesondere in einem System mit Mehrheitswahlrecht die Chance, in ein Amt gewählt zu werden, dramatisch.

[…] #Tabubrüche als #Strategie in der Kommunikation
„Die Overton-Window-Theorie kennt vier Faktorengruppen, die eine Verschiebung begünstigen: Fakten und Logik, moralische Appelle, emotionale Ansprache und Ereignisse, Fehler oder Desinformation. Wobei es – unter der Bedingung, dass man damit auch breitenwirksam gehört wird – besonders effektiv ist, wenn man als Politiker nicht kleckert, sondern klotzt. Man fordert also zum Beispiel nicht bloß einen „strengeren Umgang mit illegalen mexikanischen Einwanderern“, sondern den Bau einer gigantischen Grenzmauer. Ein strengerer Umgang mit illegalen Einwanderern aus Mexiko, der zuvor keine Option war, erscheint dann – so die Theorie – als kleineres Übel, ungleich akzeptabler als zuvor. Oder man treibt die Flüchtlingsdebatte in Deutschland in zuvor undenkbare Bereiche, indem man den Schießbefehl an der Grenze fordert.“ [2]
1] Joseph P. Overton, US-amerikanischer Jurist und Politikberater
2] Jens-Christian Rabe, Das wird man wohl bald sagen dürfen, Süddeutsche Zeitung, 01.08.2018

Interesse an unseren Seminaren zu #Kommunikation.
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Nowitchok,to whom it concerns. Informationen über einen interessanten Kampfstoff aus der Familie der halogenierten Phosphonsäuren, der eine auslösende Rolle in der Eskalation des hybriden Krieges zwischen Russland und ‚dem Westen‘ zu spielen scheint. Hoffentlich wird die Auseinandersetzung nicht zu dem, was Spieltheoretiker ‚Chicken Game‘, Feiglingspiel, nennen.

Nach dem Chemiewaffenexperten Ralf Trapp haben Chargen Nowitschoks eine laborspezifische Signatur. (Verunreinigungen, Isotopenverteilungen). Im Grunde kann man also ihre Herkunft bestimmen, wenn man Referenzchargen des synthetisierenden Labors hätte. Da beginnt es schwierig zu werden. Wäre es ein russisches Labor, müßte die russische Regierung diese einer neutralen Behörde (Organisation zum Verbot chemischer Waffen-OPCW?) zur Verfügung stellen. Interview Trapp im Heute Journal.

Wie also kann man verhindern, dass das Spiel eskaliert und ein Täter davon abgehalten wird, Nowitschok erneut einzusetzen. Mit Transparenz durch eine neutrale Organisation, rechtsstaatlichem Vorgehen (Unschuldsvermutung) und erheblichen Konsequenzen für Täter? Klingt plausibel. Passt allerdings nicht zur Signatur eines hybriden Krieges. Dieser ist eine flexible Mischform der offen und verdeckt zur Anwendung gebrachten regulären und irregulären, symmetrischen und asymmetrischen, militärischen und nicht-militärischen Konfliktmittel mit dem Zweck, die Schwelle zwischen den völkerrechtlich angelegten binären Zuständen Krieg und Frieden zu verwischen.

Also, keine Alternative zur Eskalation des Konfliktes? Doch das Chicken Game kennt drei Lösungen (Nash-Gleichgewichte). Wird der Sieg nicht zu hoch bewertet, überleben beide Parteien ohne das Gesicht zu verlieren. Also an alle Parteien. Calm down.

Mehr Informationen über Nowitschok in spektrum.de unter ‚6. Antworten zu Nowitschok-Kampfstoffen

Die aktuelle öffentliche Diskussion in Deutschland erinnert mich an ein Zitat aus dem Buch Georg von Wallwitz‘ aus 2015, ‚Odysseus und die Wiesel, eine fröhliche Einführung in die Finanzmärkte‘. Von Wallwitz, ehemaliger Investmentbanker, schreibt, dass er und  ehemalige Kollegen normale Kapitalanleger als Plankton bezeichneten. Und behandelten. Wie Plankton durch Meeresströmungen, werden Anleger häufig zu willenlosen Werkzeugen von Zockern, die es verstehen, sie durch Angst und Gier vor sich her zu treiben.

Ähnliches scheint sich aktuell in Deutschland zu ereignen. Teile der gesellschaftlichen Mitte werden durch „Hypermoral von links und blanke Gewalt von rechts“ [1] zunehmend verängstigt und für eine Radikalisierung der Gesellschaft instrumentalisiert. Von politischen Hasardeuren, Dilettanten und machiavellistischen Machtprofis. Unabhängig von der internationalen Wertschätzung, die Deutschland bei Umfragen in den vergangenen Jahren zuverlässigt erfährt. So auch bei einer kürzlich unter 16.000 ‚Global Citizens‘ durchgeführten Umfrage nach dem attraktivsten unter 60 Staaten weltweit. Deutschland war Nummer 1 [2].

Zurück zum ‚gesellschaftlich-politischen Plankton-Spiel‘. Diskurs wird hier zunehmend durch Diffamierung ersetzt. Im Nachklang zur Kölner Sylvesternacht wurde die Frage „Wer hat wem was getan?“ ersetzt durch „Wer darf was über wen sagen?“. Wie schreibt Joffe in der aktuellen ‚DIE ZEIT‘? [3], es geht um Sprachkontrolle, den Feind der Freiheit. ‚ „Dieses Geschäft hat früher der totalitäre Staat besorgt“ ‚. Orwell läßt [in seinem Roman ‚1984‘ [4]] einen Dezernenten aus dem Wahrheitsministerium dozieren: ‚ „Kapierst du denn nicht den eigentlichen Sinn von Neusprech? Beschweigen und beschneiden sollen die Bandbreite der Gedanken einengen. So werden Gedankenverbrechen buchstäblich unmöglich, weil es keine Begriffe mehr gibt, um sie auszudrücken.“ ‚

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Copyright Hartwig Maly, 2016, arrangiert mit der App ‚comic book!‘

Weil mein Blog vor allem mit Managementfragen zu tun hat, sei an dieser Stelle ein kurzer Exkurs erlaubt. Wie sähe ein Einsatz von Angst als professionellem Führungsinstrument aus? Oder dessen Verhinderung? Wie könnten zum Einsatz von Macht neigende ‚Führungscharaktere‘ rechtzeitig identifiziert und entweder gezielt eingesetzt [Economic Hitman, Positiver Psychopath] oder deren Beschäftigung rechtzeitig verhindert werden. Management by Angst wäre das spannende Thema für eine Bachelorarbeit. Einige Stichworte hierzu: Dunkle Triade, Psychopathen, Kevin Dutton und ‚Positive Psychopathen‘, Narzissten, Soziopathen, Kets de Vries-Psychopathen in der C-Suite, Milgram, [Sensorische] Deprivation, Machiavelli, Motivationstheorien.

1 ] Mangold, Imona; Der Verlust der Mitte, DIE ZEIT, 21. Januar 2016,  S. 37
2 ] US NEWS, The 60 Best Countries in the World, 2016
3 ] Joffe, Josef; >>Neusprech<< neu, DIE ZEIT, 21. Januar 2016, S. 8
4 ] Orwell, George; 1984

GewitterEs hilft nichts. Absolut nichts, wenn der griechische Regierungssprecher Gavril Sakellaridis heute im griechischen Fernsehen zum aktuellen Beschluss der Europäischen Zentralbank sagt: „Wir lassen uns nicht erpressen. Wir haben ein Mandat vom griechischen Volk erhalten.“ Was ist geschehen? Die EZB hat beschlossen, dass die Sonderregelung, griechische Staatsanleihen zur Absicherung von EZB-Krediten zu nutzen, ab dem 11. Februar nicht mehr gilt. Dies wird zu Liquiditätsproblemen Griechenlands führen. Die Forderung der griechischen Regierung nach ´Schuldenschnitt´ scheint zunehmend schwieriger zu realisieren.

Wo liegt der Knackpunkt hierbei? Er liegt unter anderem da, Ziele professionell zu definieren. Ziele, für deren Erreichung in diesem Fall die griechische Regierung voll verantwortlich sein muss. Gute Manager werden genau das tun. Ihr Erfolg hängt unmittelbar davon ab. Lassen Sie es mich umgekehrt formulieren, je größer der Beitrag anderer zur Erreichung meiner Managementziele ist, desto mehr bin ich bei der Umsetzung fremdbestimmt. Ein kapitaler Fehler, weil es meine Entscheidungs- und Verhandlungssituation massiv schwächt. Es mag mindestens zwei Gründe dafür geben, warum die Regierung ihren Wählern das Versprechen zum Schuldenschnitt gegeben hat:

1. Sie war sich der Unterstützung einiger maßgeblicher Stakeholder sicher, die für die Erreichung ihres Ziels wichtig sind. Unter anderem der italienischen- und französischen Regierung.  Vielleicht der EZB, der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments. Eher nicht, der nicht unwichtigen Zustimmung der deutschen Regierung.  Äußerungen des griechischen Vize-Kulturministers Xydakis überraschen dann: „Schäuble benimmt sich, als führe er das Vierte Reich. (Die Freie Welt, 2015)“. Oder Finanzminister Varoufaris „Der Euro ist nicht zukunftsfähig. Die Art und Weise, wie die EU diese Krise anging, war monumental idiotisch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Situation nicht unter Kontrolle . . .  .(profil, 2015)“ Für einen ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance, sagt der Volksmund. Der Nobelpeisträger Kahneman (2005), Vater der ´Kognitiven Verzerrung´, verleitet zur Schlussfolgerung, dass der erste Eindruck, den das Management-Team Tsipras´ hinterließ, schwierig zu korrigieren sein wird. Bei allem Bemühen um Rationalität, geht es auch darum, das Gesicht zu wahren. Für alle Parteien. Zumal die Zeit drängt. Ende Februar, steht die nächste Hilfskredit-Tranche an. Die an die Zahlung geknüpften Bedingungen sind von der griechischen Regierung noch nicht erfüllt.

2. Die Regierung spielt das vor einigen Tagen in meinem Post beschrieben Spiel Brinkmanship. In kleinen Schritten, mit zunehmenden Risiken wird das Spiel um die Regierungsversprechen eskaliert, bis die Situation dem Bedrohten, der Rest-EU, zu riskant erscheint und sie nachgibt. Zu dieser Strategie gehören neben anderen, gestreute Befürchtungen möglicher Panikreaktionen. Möglicherweise bedarf es eines Psychopathen, um dieses Spiel konsequent zu Ende zu führen. Eines, der auf der Psychopathie-Checkliste-revised (PCL-R) nach Robert D. Hare, die volle Punktzahl erhält. Mit dem Charme George Clooneys und der Gefühllosigkeit Hannibal Lecters. Ich bin nicht sicher, ob es den bereits im Spiel gibt. Hoffentlich nicht.

Wie schreibt der „alte“ Fahrensmann, Volker Altenähr, 28 Jahre Vorstand in diversen Versicherungen vor einigen Tagen in diesem Blog: „Jede Entscheidung muss sorgfältig vorbereitet werden, Sorgfalt geht dabei vor Schnelligkeit. Nur Mitarbeiter mit großer und langjähriger Erfahrung können unter Umständen schnelle Entscheidungen aus dem Bauch heraus  treffen, so wie ein sehr erfahrener Schachspieler bestimmte Situationen sofort erkennt und mit dem richtigen Zug antwortet.“ Tsipras und Varoufakis fehlen laut beider Wikipedia-Biographien diese Managementerfahrung.

Bleibt zu hoffen, dass beide gute, erfahrene Berater haben. Im Interesse Griechenlands und Europas. Und es bleibt zu hoffen, dass sie die konfrontative Brinkmanship-Strategie durch eine kooperative ablösen.

„Ich mach aus diesem Fernseher eine Videowanze.“
Es gibt vor dem Hintergrund Orwells´ 1984 viele Gründe sich paranoid zu verhalten. Hier ein weiterer [1]. Die Forschungsgruppe „Security in Telecommunications“ der TU Berlin hat herausgefunden, dass man Smart-TVs mit einfachen Mitteln vielseitig einsetzen kann. Paparazzi können Prominente filmen, Einbrecher verlassene Wohnungen ausspionieren und Hacker Pirateriebörsen betreiben. Der Phantasie kreativer Techies sind keine Grenzen gesetzt.

Was uns häufig nicht bewusst ist. Smart-TVs sind sehr leistungsfähige Linux-Rechner mit besonders großem Bildschirm. Seit Mark Weiser 1991 in seiner Publikation „The Computer for the 21st Century“ [2] den Begriff ´Ubiquitious Computing´[3] geprägt hat, erwarten uns spannende neue Entwicklungen. Botnets, in denen sich unsere Socken, die wir in einem anstrengenden Businesstermin tragen, die wahrscheinlich non-invasiv Blutparameter bestimmen können mit dem Fernseher abstimmen, um – unsere mutmaßliche Ankunft  zuhause prognostizierend – eine Soap-Sendung zu unserer Entspannung abzuspielen. Versteht sich, dass unsere Wohnungstür noch einen kurzen Check-Up unserer Körpersprache und Mimik vornimmt, um kurzfristige Programmänderungen zu initiieren. Natürlich analysiert unser Fernseher ständig unsere Programmvorlieben und tuschelt unter anderem mit dem Kühlschrank darüber. Oder einem in den vergangenen Urlaub nicht mitgenommenem Hemd, dass auf Rache sinnt. Und im Hintergrund lachen ´High-Speed-Marketing-Börsen´ über immer ausgefeiltere Kundenprofile. Schöne neue Welt. Alles das ist technisch schon realisiert. Artificial Intelligence, lange Zeit eher ein Mauerblümchen-Dasein fristend, spielt dabei eine wichtige Rolle. Wie sagte mir gerade eine Telefonstimme, am KIT ausgebildet, der Urzelle Künstlicher-Intelligenz-Forschung. „Artificial Intelligence is better than None.“ Wie wahr. H. G. Wells Elois lassen grüßen.

Die von den Wissenschaftlern der TU Berlin getesteten Smart-TVs des Weltmarktführers kannten keinen Virenschutz noch Firewalls oder Rechtemanagement. Dinge, die einige von uns in der Folge der NSA-Machenschaften angefangen haben, lieb zu gewinnen. Es versteht sich, dass der Berliner Sicherheitsprofi seinen Smart-TV nicht mit der Fernbedienung ausschaltet. Er zieht einfach den Stecker. Angesichts des physischen Aufwandes und unserer Trägheit eher ein hypothetisches Konstrukt. Also – wir sehen uns. Es sei denn Sie verhängen die kleine unscheinbare Kamera an der Vorderseite Ihres Fernsehers.

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1] Hilmar Schmundt, Glotze glotzt zurück, Der Spiegel, 8/ 2014, S.128
2] www.ubi.com, 09/91
3] In der Vision Mark Weisers werden Computer in Gegenständen des alltäglichen Lebens verschwinden. Sie werden allgegenwärtig – ubiquitious – sein. Wir sehen sie dann nicht mehr!!! Ubiquitious-Computing-fähige Gegenstände verlangen kein spezielles Equipment zu ihrer Bedienung oder die Kenntnis besondere Kommandos. Sie selbst können beobachten, analysieren, schlussfolgern und sich unterhalten. Das was Menschen auch können. Jede Socke. Jede Tür. Vielleicht jedes Blatt Papier. Denken Sie an den Fixkostendegressionseffekt. Kosten für Prozessoren und Speicher werden noch weiter marginalisiert als das ohnehin schon der Fall ist. Es gibt noch eine riesige Anzahl weiterer sehr phantasievoller Ansätze. Zum Beispiel, die Idee des Server-Staubes. Mikrometer kleine Rechner, die sich selbst reproduzieren können, wireless kommunizieren und aufgrund ihrer geringen Größe und ihres geringen Gewichts leicht vom Wind weltweit verteilt werden können. Das nenne ich mal einen mächtigen Gedanken. Infrastrukturproblem lösen sich wie im Fluge.

Stigma

Veröffentlicht: 11. Februar 2014 in Kriegsführung, Macht, Tools
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Schon morgen könnte die Welt für Sie dramatisch anders aussehen! Muss aber nicht. Die aktuellen Ereignisse um den SPD-Politiker Edathy zeigen wie schnell Menschen stigmatisiert werden können. Emotionale Tags wie Sexist, Antisemit oder Pädophiler werden bei berühmteren Zeitgenossen eher von empörungsbereiten Medien und dummen Social-Media-Schwärmen aufgenommen und perpetuiert. Unabhängig von Unschuldsvermutungen oder Freisprüchen vor Gericht bleibt vermutlich etwas hängen. Uns allen könnte Ähnliches auch widerfahren. Stellen Sie sich bitte vor, Ihnen ginge es wie dem Niederlassungsleiter der New Yorker Filiale einer norddeutschen Bank in 2010. Er wurde Opfer einer Verschwörung, also einer Verabredung zu einer strafbaren Tat. Ein renommierter, deutscher Dienstleiter gegen Wirtschaftskriminalität (Detektei) hat im Auftrag des Vorstandsvorsitzenden und des Chefjustitiars der Bank das Passwort zu einer Kinderpornoseite hinter dem, auf dem Schreibtisch stehenden Familienfoto des in Missgunst gefallenen Filialleiters versteckt. Mutmaßlich, um ihn ohne Abfindung frei zu setzen. Die Detektei zeigt den Filialleiter bei der New Yorker Polizei an. Die fand natürlich das Passwort. Können Sie sich vorstellen wie die weitere berufliche Laufbahn des Bankers hätte aussehen können? Zum Glück wurden ihm interne Informationen zugspielt, dass der Vorgang von der Bankleitung lanciert wurde. Bank und Filialleiter trennten sich und einigten sich auf eine sehr großzügige Abfindung.

Stellen Sie sich bitte vor, im Rahmen eines Mobbings/ Bossings werden ähnliche Gerüchte über Sie gestreut oder unter Ihrer Benutzerkennung wird auf Kinderpornoseiten zugegriffen. Oder einschlägige Magazine werden in Ihrem Schreibtisch oder in Ihrem Schrank platziert. Schließen Sie Ihre Schränke stets ab auch wenn Sie Ihr Büro nur kurz verlassen? Vielleicht läuft schon ein denunzierender Shitstorm im Internet gegen Sie? Ich möchte Sie nicht auffordern paranoid zu werden. Sofern das biologisch überhaupt geht. Denken Sie ab und zu darüber nach, dass Sie es Wettbewerbern um den nächsten Karriereschritt nicht zu leicht machen, Sie aus dem Spiel zu kicken. „Be prepared“. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, sich in das Repertoire möglicher Schweinereien hinein zu versetzen, denken Sie darüber nach, ein zweisemestriges Zusatzstudium an der Pariser ´Ecole du Guerre Economique´ zu belegen.